WER das Projekt für mehr Sauberkeit

Mit dem Projekt WER geht der ZAH einen neuen Weg in der Abfallberatung. Die klassische Abfallberatung findet ihre gesetzliche Grundlage in § 46 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), wobei die Abfallvermeidung selbstverständlich in der Hierarchie weiterhin ganz oben steht –denn der beste Abfall ist der, der erst gar nicht entsteht! Darum wird aktuell schwerpunktmäßig auf den Verzicht von Plastiktüten und Kunststoffverpackungen beim Einkauf aufmerksam gemacht.

Abfallhierarchie

pyramide

Was ist WER?

In dem ZAH-Projekt WER ergänzt der ZAH seit März 2021 nunmehr seine Aufklärung mit einem anderen Ansatz:
 Überall dort, wo der Müll nicht ordnungsgemäß beseitigt wird (Stufe 5 der Abfallhierarchie), also zum Beispiel überfüllte oder falsch befüllte Mülltonnen stehen, bei Müllablagerungen, die vor den Häusern und in der Nähe das Orts- und Stadtbild prägen, sollen Antworten auf folgende Fragen gefunden werden:

  • Wie ist der Müll dorthin gekommen?
  • Kennen Bürger*innen die ZAH-Entsorgungswege nicht?
    Können Verursacher*innen ermittelt werden?
  • Wieso werden Abfälle wild in die Landschaft geworfen oder an den Wertstoff-Containerplätzen abgelagert?
  • Gibt es Wege zu Bewusstseinsveränderungen im Abfalltrennverhalten?

Ein Model für die Zukunft?

abfall_bilder

Solche Bilder sollen der Vergangenheit angehören!

In einem Zeitraum von 6 Monaten sollen u.a. Gespräche und Aktionen mit Anwohner*innen, Hausverwaltungen, Schulen und Verbänden stattfinden, um die Ursachen zu ermitteln und Lösungen zu finden. Gemäß dem Slogan: Sauberkeit ist Teamarbeit!

Der ZAH startete das Projekt WER im März 2021 in der Hildesheimer Nordstadt als Modellversuch.
 Im Rahmen des Projektes können die Nordstädter*innen Abfälle oder „herumstehende“ Einkaufswagen, die sie auf einer öffentlichen Fläche in der Hildesheimer Nordstadt sehen, melden. Und zwar: auf der Hotline 05064 905-33, per E-Mail info@team-wer.de oder auch mit der Fotofunktion der ZAH-App. Der ZAH entsorgt dann den Abfall zeitnah und gleichzeitig wird möglichen Hinweisen zu Verursacher*innen nachgegangen.

Wer erwischt wird, muss zahlen, nicht nur die Entsorgung, sondern auch noch ein Bußgeld.
Erfahrungen aus dem Projekt WER werden maßgeblich in die Entscheidung über eine Ausweitung der Initiative auf weitere Stadtteile und den Landkreis Hildesheim einfließen.

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