Wenn alles wuchert und sprießt

In dieser herrlichen Zeit explodiert die Natur. Hecken wachsen aus der Form und Büsche werden übergroß. Eigentlich greift jetzt der Hobbygärtner zur Heckenschere, aber der Naturfreund tut das nicht.

Warum?

In vielen Büschen und Hecken brüten Vogelpärchen, die sich bewusst den Schutz des grünen Gehölzes gesucht haben. Schnippelt nun der akkurate Gartenfreund in der Nähe ihres Brutplatzes herum, fühlen sie sich gestört. Schlimmstenfalls verlassen sie die Brut.

Laut Gesetz ist der schonende Form- und Pflegeschnitt jederzeit erlaubt. Die Spitzen, die seit dem letzten Rückschnitt an Ihrer Ligusterhecke gewachsen sind, dürfen Sie also abschneiden und auch gegen den Pflegeschnitt Ihrer Obstgehölze hat der Gesetzgeber nichts.

Aber: 

Wenn sich Vögel den Baum oder die Hecke als Nistplatz ausgesucht haben, müssen Sie Ihr Vorhaben zurückstellen. Denn nach § 39 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten, „Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören“.

Darum:

Bitte überprüfen Sie zuerst, ob Vögel in der Hecke brüten oder andere Kleintiere sich dort ihren Nahrungsvorrat angelegt haben. Nur wenn Sie das sicher ausschließen können, dürfen Sie die Heckenschere anlegen.

Den anfallenden Strauchschnitt können Sie dann beim Kompostwerk oder der Deponie Heinde gegen Gebühr abgeben.

Wir wünschen Ihnen eine sonnige Gartenzeit!

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